Die Heirats-Manufaktur stellt sich vor

heute: Sabrina von photoart hübner

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In den nächsten Wochen und Monaten stellen wir hier wöchentlich unsere Mitglieder vor. Wir beginnen mit Sabrina. Sabrina – Inhaberin von photoart hübner und Mitgründerin der Heirats-Manufaktur. Sie wird uns heute einen Einblick in den Beruf der Hochzeitsfotografin geben.

Heirats-Manufaktur: Liebe Sabrina – vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns nimmst. Kannst Du Dich am Anfang mal kurz selbst vorstellen?

Sabrina: Ich bin Sabrina und lebe in Ratingen mit meinem Mann und meinen beiden Katzen. Aufgewachsen bin ich Recklinghausen und im Herzen Ruhrpott Mädchen. Die Fotografie begleitet mich jetzt schon seit über zwei Jahrzehnten und ich finde sie bis heute spannend und sehr facettenreich.

Heirats-Manufaktur: Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Sabrina: Es war tatsächlich nie mein Hobby, wie bei vielen anderen die zur Fotografie gekommen sind, sondern eher Zufall. Nach dem Abitur habe eine Ausbildung im Friseurhandwerk begonnen mit dem Ziel Maskenbildnerin zu werden. Die Ausbildung habe ich nach kurzer Zeit, aus verschiedenen Gründen abgebrochen. Nun stand ich da und dachte was nun? Nach einem Jahr Jobben, wollte ich immer noch etwas Kreatives und Handwerkliches machen. Dann kam ich zur Fotografie und hatte das große Glück einen tollen Ausbildungsbetrieb zu finden. Dort habe ich meine große Leidenschaft zur Fotografie entdeckt und immer weiterentwickelt. Dieser Beruf ist einfach sehr individuell.

Heirats-Manufaktur: Was gefällt Dir am meisten an Deinem Beruf?

Sabrina: Ganz klar die Vielseitigkeit. Es ist eine Mischung aus allem, was natürlich auch die Selbstständigkeit mit sich bringt „Alles zu machen“. Der Mix aus dem eigentlichen Job – der Fotografie und der Bildnachbearbeitung – Kundengesprächen, Bürotätigkeit und vielen Dingen, an die man auf den ersten Blick nicht denkt. Aber am meisten gefällt mir das zwischenmenschliche mit der Person, die ich fotografiere. Die Person da abzuholen, wo sie steht. Ich möchte meinem Gegenüber in der ersten Sekunde ein gutes Gefühl geben und das auf meinen Bildern zum Ausdruck bringen.

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Heirats-Manufaktur: Wie läuft es bei einer fotografischen Hochzeitsbegleitung bei Dir ab?

Sabrina: Das ist tatsächlich unterschiedlich. Es kommt darauf an, was das Paar für Vorstellungen hat. Ich biete verschiedene Stunden-Pakete an und bespreche alles vorab bei einem persönlichen Treffen mit dem Paar.

Ich begleite meine Brautpaare von der Trauung bis zum Dinner oder bis abends zur Party. Die meisten Paare wünschen sich, dass ich den ganzen Tag in Bildern festhalte. Das beginnt oft schon morgens beim „Getting Ready“ bis abends zur Party. Bei einer Ganztagesreportage läuft es meistens so ab, dass ich ca. 2-3 Stunden vor der Trauung bei der Braut bin, während Sie von der Stylistin noch den letzten Schliff bekommt. Ich fotografiere alle wichtigen und emotionalen Momente vor Ort. Das Brautkleid, die Schuhe, Parfüm, Brautschmuck und andere Dinge, die der Braut beim „Getting Ready“ wichtig sind.

Danach geht’s direkt zum Bräutigam. Und nun bitte keine Panik, die Herren. Seid einfach Ihr selbst und habt Spaß. Ob Ihr mit den Jungs eine Runde FIFA zockt, Euch ein leckeres Getränk gönnt oder Ihr mit Eurem Trauzeugen einfach nur die Zeit genießt. Bei der Trauung bin ich meistens eine halbe Stunde vorher da, so habe ich die Möglichkeit alles in Ruhe zu fotografieren. Es ist einfach der Hammer, wie viel Zeit und Liebe in die selbst gemachte Deko gesteckt wird. Von der Floristik bis zum kompletten Setting halte ich Eure Erinnerung fest. Vieles bekommt man als Paar an dem Tag nicht mit und es rauscht an einem vorbei. Deshalb ist es umso schöner später diese wertvollen Erinnerungen zu haben. Das Ankommen der Gäste, die Trauung, der Kuss, Freudentränen, lachende Gesichter, Sektempfang, Gratulationen bis hin zum Paarshooting, Gruppenbilder von klassisch bis lustig. All das halte ich für Euch fest. Ich mische mich gerne unter die Gäste und versuche so ganz nah am Geschehen zu sein. Mir ist es wichtig ein Teil der Gesellschaft zu sein. Nur so habe ich die Möglichkeit ganz nah dabei zu sein und die wichtigen Momente so ungestellt wie möglich festhalten zu können. Der Hochzeitstanz und die Party Abend runden so einen Tag ab.

Heirats-Manufaktur: Gibt es ein Probeshooting und wie ist das Kennenlernen?

Sabrina: Es gibt immer ein Kennlerntreffen vorab, schließlich bucht das Paar ja nicht die Katze im Sack. Bei einer Anfrage lade ich das Paar unverbindlich zu einem Kennlerntreffen in mein Atelier ein. In Corona-Zeiten habe ich auch Kennenlerntreffen per Videochat für mich entdeckt. Ich bevorzuge aber das persönliche Treffen. Hier möchte ich gerne mehr über Sie erfahren und mit Ihnen über Ihre Vorstellungen und Wünsche Ihrer Hochzeit sprechen. Die Sympathie muss auf jeden Fall auf Gegenseitigkeit beruhen. Dies ist ein wichtiger Punkt. Ihr sollte Euch schließlich wohlfühlen. Danach entscheidet Ihr, ob ich als Eure Fotografin infrage komme.

Ein Probeshooting oder auch Kennlernshooting könnt Ihr bei mir gerne dazu buchen.

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Heirats-Manufaktur: Was machst Du, wenn das Wetter am Tag der Hochzeit schlecht ist?

Sabrina: Meine Regenschirme auspacken! ? Natürlich Regenschirme in hübsch und durchsichtig. Es gibt meistens ein Zeitfenster am Hochzeitstag, wo es trocken ist. In der Hochzeitslocation gibt es auch immer eine Möglichkeit auszuweichen, um schöne Indoor-Fotos machen zu können. In den letzten Jahren hatte ich immer wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Macht Euch bitte keine Gedanken. Stellt Euch auf alles ein und Ihr werdet nicht enttäuscht. Es wird nicht an lebendigen Fotos scheitern. Großes Indianer-Ehrenwort.

Heirats-Manufaktur: Wovon lässt Du Dich für Deine Bilder inspirieren?

Sabrina: Von der Natur, den Menschen und den alltäglichen Dingen. Ich beobachte viel und lass mich immer wieder von Kleinigkeiten inspirieren. Ich gehe wachsam durchs Leben und sehe oft Dinge, die andere nicht im ersten Moment wahrnehmen. So entstehen neue Bildideen.

Heirats-Manufaktur: Wie bereitest Du Dich auf eine Hochzeit vor?

Sabrina: Jedes Brautpaar bekommt von mir vor der Hochzeit einen kleinen Fragebogen mit Fragen zu Ihrer Hochzeit. Adressen, Uhrzeiten, Trauzeuge/in, Location, Geschwister, etc. So habe ich alle nötigen Informationen, um mich vorzubereiten. Eine Woche vorher telefoniere ich noch mal mit meinen Paaren, um doch noch Kleinigkeiten oder Änderungen zu besprechen.

Heirats-Manufaktur: Was sind absolute No-Gos bei der Hochzeitsfotografie?

Sabrina: Oh da fallen mir ein paar Sachen ein. Ich bin nämlich das Fettnäpfchen persönlich. Man sollte sich mit dem Erraten der Familienkonstellationen etwas zurückhalten. Nicht, dass man die Schwester des Bräutigams für die Mutter hält. Das könnte etwas unangenehm werden. Lach!

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Heirats-Manufaktur: Was war Dein schönstes Erlebnis bei einer Hochzeit?

Sabrina: Da gibt es sehr viel wunderschöne Erlebnisse. Ich kann mich da nicht auf eins festlegen. Besonders schön war es, als der Bräutigam für seine Braut ein selbst geschriebenes Lied gesungen und mit Gitarre begleitet hat. Ehegelübde sind sehr emotional und bringen mich regelmäßig zum Weinen. Ich bin emotional und da bleibt auch bei mir kein Auge trocken. Das gehört dazu, wie das Amen in der Kirche. Freudentränen sind so was großartiges.

Heirats-Manufaktur: Wie gelingt es Dir, dem Brautpaar die Scheu vor der Kamera zu nehmen?

Sabrina: Die Fotografie lebt von der Lebendigkeit eines Fotos. Also sag ich dem Brautpaar, das es bitte keine Posen einstudieren soll. Ich leite meine Paare immer etwas an und lasse Sie sich vor der Kamera bewegen. In der Bewegung denkt man nicht über irgendeine Pose nach, wie man besonders gut aussieht. Man konzentriert sich auf den Moment. In der Bewegung entstehen die schönsten Bilder. Das Paarshooting ist ein guter Zeitpunkt, mit dem Paar locker zu reden, zu lachen und Spaß zu haben. Die Fotos entstehen so ganz nebenbei.

Heirats-Manufaktur: Was sind die Voraussetzungen für das Entstehen schöner Bilder?

Sabrina: Sei Du selbst, habe Spaß und traue Dich aus Deiner Komfortzone herauszukommen. Es fühlt sich anfangs etwas komisch an, aber die Bilder, die entstehen, spiegeln Euch wieder. So wie Ihr seid, mit einem echten Lächeln im Gesicht und purer Freude.

Heirats-Manufaktur: Inwiefern hat sich die Hochzeitsfotografie in den letzten Jahren verändert?

Sabrina: Zum einen ist es die Technik der Kameras, die wahnsinnig schnell voranschreitet. Manchmal hat man das Gefühl nicht mehr folgen zu können, da ständig neue Systeme auf den Markt kommen. Zum anderen ist die Art der Fotografie ganz anders geworden. Tatsächlich habe ich früher noch auf analogem Film fotografiert, was für mich heute unvorstellbar ist. Man hat genau über die Inszenierung des Bildes nachgedacht und geschaut wie viele Bilder der Rollfilm noch hergibt.

Früher war ein Bild eher statisch. Heute leben die Bilder von Ihrer Lebendigkeit.

Heirats-Manufaktur: Vielen Dank für das Interview…